Was macht Eisen
Eisen ist ein tolles Spurenelement, denn es übernimmt in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben. Es ist das zentrale Atom von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff und vermag Sauerstoff zu transportieren und alle Zellen damit zu versorgen. Ohne Sauerstoff könnte kein Energiestoffwechsel stattfinden und auch sämtliche Enzyme würden nicht funktionieren.

Zeichen für Eisenmangel
Bei Eisenmangel sinkt die körperliche und geistige Leistungskapazität, wir bauen ab, fühlen uns schlapp, sind nach geringster Anstrengung müde und erschöpft. Eisenmangel bedeutet auch Sauerstoffmangel. Zeigen kann sich der Mangel neben der Erschöpfung auch an (Schleim-)Haut, Haaren und Nägeln, denn diese brauchen Eisen. Zeichen wie Schluckbeschwerden, Zungenbrennen, eingerissene Mundwinkel, brüchige Nägel und Haarausfall sollte man nicht übersehen.

Hinzu kommt häufig Infektanfälligkeit, denn die Fresszellen des Immunsystem können ohne Eisen nicht „fressen“ und Bakterien und Viren haben leichtes Spiel. Auch der Genesungsprozess fordert einiges an Eisen.

Eisen aus dem Curryblatt
Wenn man Eisenmangel, eine sogenannte Anämie, Blutarmut hat, sollte etwas getan werden, um den Mangel zu beheben. Dazu gibt es Eisenpräparate in Form von Kapseln und Tabletten, die der Arzt verschreiben kann. Es handelt sich in der Regel um 2-wertige Eisenpräparate, die leider oft Magen-Darmbeschwerden machen, darunter Übelkeit, Verstopfung und Bauchschmerzen.

Wenn das der Fall ist kann man es mit natürlichen Eisen aus dem Curryblatt probieren

(z.B. Nicapur Ferroverde 14 oder 21). Es ist gut verträglich und kann durchaus leere Eisenspeicher füllen.

Vitamin C und Eisen
Vitamin C ist ein Alleskönner: es verbessert die Aufnahme von Eisen aus dem Darm und in die Zelle, stimuliert die Bildung von Speichereisen und hemmt gleichzeitig den Abbau von Speichereisen. Deswegen ist die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C während der Eisensubstitution besonders sinnvoll und effektiv. Bei Kindern mit Eisenmangel kann allein die Gabe von Vitamin C zur Mahlzeit ausreichend sein, Eisendefizite zu beheben. Eisenmangel bei Kindern kann u.a. im Zusammenhang mit Darmparasiten stehen.

Eisenmangel durch einseitige Ernährung
Einem Mangel an Eisen liegt nicht automatisch ein fehlender Fleischkonsum zu Grunde, sondern geht u.a. auf eine einseitige Ernährung zurück, v.a. eisenarme, ungesunde, Vitamin C-arme sowie milch- bzw. milchproduktreiche Ernährung ( Calcium verdrängt Eisen) spielen eine Rolle. Gut ist es, pflanzliche eisenreiche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Nüsse und Getreide wieder in den Speiseplan einzubauen, auch wenn diese Phytinsäure enthalten.

Resorptionshemmer und -förderer von Eisen
Phytinsäure ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der gerne Metalle, darunter Eisen bindet. Deswegen braucht sie nicht gleich als Bösewicht zu gelten, denn sie bindet ja auch schließlich giftige Schwermetalle und trägt zum Gefäßschutz und zur Krebsprophylaxe bei. Befinden sich jedoch die Eisenwerte im Keller, hemmt Phytinsäure die Aufnahme von Eisen zusätzlich. Verzichten muss man trotz der Phytinsäure nicht auf pflanzliches Eisen, sondern man kann zusätzlich Resorptionsförderer einbauen. Auch hier lohnt sich der Griff in die Vitamin C- Trickkiste. Das kann z.B. die Zugabe von Zitronensäure oder Früchten sein. Bei Hülsenfrüchte wirkt man der Aufnahmeverminderung von Eisen am besten mit Einweichen für einen Tag vor der Zubereitung entgegen. Auch beim Keimprozess sinkt der Gehalt an Phytinsäure. Den Abbau von Phytinsäure über die Phytase kann man auch durch die Einnahme von Milchsäurebakterien, also Probiotika fördern. Das ist besonders sinnvoll, wenn sich der Darm sowieso schwer tut und Beschwerden bestehen.

Ebenfalls fördern Zwiebeln und Knoblauch die Resorption von Eisen.

Kaffee, schwarzer und grüner Tee, sowie phosphathaltige Softdrinks sind übrigens Eisenräuber. Man sollte auf den Konsum dieser Getränke achten, wenn man an Anämie leidet.

Medikamente und Magen-Darm-Störungen
Ganz allgemein gesprochen, sorgt eine intakte Darmfunktion für die Aufnahme von Eisen und anderen Spurenelementen, Mineralien und Vitaminen. Chronische Magen-Darm-Beschwerden, die Einnahme von Medikamenten, darunter v.a. Magensäure-Hemmer mit den Wirkstoffen Omeprazol und Pantoprazol, aber auch ASS und Cholesterinsenker stören die Resorption von Eisen.

Bei Magensäuremangel, der gar nicht so selten ist, muss an Eisenmangel gedacht werden, da ohne Magensäure die Aufschlüsselung und Resorption von Eisen und anderer wichtiger ernährender Stoffe enorm beeinträchtigt ist. Magensäuremangel zeigt sich oft an einer weiß belegten Zunge und kann mit Bitterstoffen gut behandelt werden.

Na denn,
alles Gute für Ihre Gesundheit
wünscht Ihre Heilpraktikerin
Steffi Full